Vereine, Ehrenämter

Hier stellen wir nach und nach ehemalige Ehrenamtsträger, welche durch ihr herausragendes Engagement in Niedernberger Vereinen in die Ortsgeschichte eingingen, vor.

Einige Personen sind bereits in anderen oder eigenen Rubriken hinterlegt: Walter Sacher (KSC / Ringer), Josef Kempf  (Gesangsverein), Josef Hesbacher (Spvgg)



Heinrich Buhler    (geboren 1923 in Niedernberg, † 1994 )

  

Kindergartenfoto um 1928 (Heinrich hintere Reiche, zweiter von links)  und "Heini" als 17-Jähriger im Jahre 1940.





Familienfoto Anfang der 40er Jahre, v.li.n.re: Elvira, Rosel, Heini, Mutter Elise und Paula Buhler.


Heinrich Buhler, kurz „Heini“ genannt, war der Sohn von Elisabeth und Cölestin Buhler. Er hatte drei Geschwister.

Nach dem Besuch der Volksschule in Niedernberg begann er mit 14 Jahren am Sulzbacher Bahnhof eine Lehre bei der Deutschen Bahn, die er mit Erfolg abschloss. Kurz darauf musste er mit 17 Jahren in den Krieg ziehen. Nach Kriegsende konnte er wieder bei der Bahn anfangen. Er war an verschiedenen Stellen eingesetzt, zum Schluss war er in Aschaffenburg als Bahnbeamter etliche Jahre für den Güterkraftverkehr (heute würde man Logistik sagen) verantwortlich. 1972 ging er aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Pension.

Auch in der Gemeindepolitik engagierte er sich. Von 1960 bis 1966 war Heini Mitglied im Gemeinderat. In dieser Funktion hat er sich für den Bau der Turnhalle eingesetzt, die im Dezember 1966 eingeweiht wurde.

Auf seine Initiative hin kam es 1961 zur Gründung des Turnvereins, der vor allem von der Schuljugend gut angenommen wurde und schnell viele Mitglieder verzeichnen konnte. Dieser Verein war lange Jahre sein Leben und er setzte sich sehr für dessen Belange ein. Von 1961 bis 1972 war er Vorsitzender und auch danach hat er aktiv mitgearbeitet, solange es ihm seine Gesundheit ermöglichte. In den 1960er und 1970er Jahren gab es noch große Gauturnfeste, an denen sich der TV Niedernberg beteiligte, es wurde mit dem Bus hingefahren.

Auch seine eigenen Kinder hat Heini Buhler sportlich gefördert, was sich in ihren guten sportlichen Leistungen zeigte. Tochter Mathilde belegte in den 60er Jahren bei Leichtathletiksportfesten in der Wertungsklasse Schülerinnen mehrere erste Plätze. Seine jüngste Tochter Annedore konnte 1979 ihre erfolgreiche Sportlerinnenkarriere mit der Wahl zur „Sportlerin des Jahres“ des Landkreises Miltenberg krönen. Grundlage dieser Wahl waren 1977 die Bayer. Meisterschaft im Mannschaftsfünfkampf und in den Jahren 1978 und 1979 errang sie die unterfränkischen Meisterschaften der Jugend über 100 m, Hochsprung und im Fünfkampf, wobei sie im Fünfkampf einen neuen unterfränkischen Rekord aufstellte



     

Links: Hochzeitsfoto von Heinis Elterm Elisabeth und Coelestin Buhler (wahrscheinlich um 1920), Porträt Heinrich um 1945-47 und Hochzeit mit Ida (geb. Klement, *1925, † 1994) im Jahre 1949.




 

Links: Foto Ende der 1950er Jahre, v.l.n.r. Cousine Erika Rohmann, Heini, Ida, vorne Gudrun und Mathilde. Foto rechts: Heinrich im Winter 1960/61, mit seinen Kindern Gudrun, Siegmar und Mathilde auf dem Schlitten im Schlepptau.
 



 

Anfang der 60er: Der Gemeinderat bei einem Umzug (Heini hi.li.) und mit den Kindern Mathilde, Siegmar und Gudrun



   

1960er: Heinrich bei einem Faschingsumzug und Spiel "Gemeinderat gegen Lehrer" auf dem Pausenhof der Grundschule.
 





Festzug ca. Mitte der 1960er Jahre: Im Vordergrund ein Teil der weiblichen TV-Jugend,direkt  hinter den Mädchen, in der  vorderen Reihe läuft Heini Buhler. Den rechten, hinteren Teil des Festzuges kann man hier... als als Detailbild aufrufen. Im Hintergrund sieht man links einen Teil des Raiba-Gebäudes in der Hauptstraße. Die Baulücke wurde durch den Erweiterungsbau der Raiba geschlossen. Die Holztüre führte in den Keller zu der Gemeinschaftsgefrier-Anlage der Raiba. Hier konnten Bürger gegen Entgelt die Hälfte einer Gefriertruhe anmieten.

                              





Heini voller Stolz mit den Beteiligten des TV Niedernberg anlässlich der Teilnahme am 1. Gauturnfest 1962

1. Reihe:Gerlach Eugen, Rita Lebert (verh. Baumgärtner), Annegret Reinhard, Walburga Kroth (verh. Rauch), Walterr Ziesler

2. Reih:e Heinrich Buhler, Kempf (vermutlich Günther), Karlheinz Hartlaub, Gudrun Buhler, Marietta Fecher (jetzt Sauerwein), Mathilde Buhler, Hannelore Reinhard (verh. Hartlaub), Gerhard Wallert, Kurt König, Joachim Rupp (jeweils v.li.n.re.)

 





Zoobesuch Frankfurt 1964 mit Gudrun, Annedore, Mutter Ida, Mathilde und Siegmar Buhler
 

 

Das linke Foto entstand um 1967, das Motto des kleinen Faschingswagens lautete „Turnhalle, wie schaust du aus?“, darunter ist zu lesen „Aber, aber, Vater Jahn, Tanzen ist doch auch Sport!“. Die Nutzung des Hallen-Neubaus hatte sich Heinrich wohl anders vorgestellt. Foto rechts: Prunksitzung 1967 in der Schulturnhalle, Heinrich (vorne in der Bildmitte) in erlesener Tischgesellschaft.




   

Jubiläumsfest zum 20-jährigen Bestehen des Vereins im Jahre 1981. Der damalige Vorsitzende war Siegmar Buhler, der seinen Vater als Gründungsmitglied neben einigen weiteren, verdienten Mitgliedern ehren durfte. Feste mit großen Festzelten waren damals bei Vereinsjubiläen noch üblich. Der hohe Arbeitsaufwand und der Kostenfaktor waren sicherlich mit ausschlaggebend, dass man Feste dieser Größenordnung heutzutage nur noch sehr selten antrifft. 




  

Foto links: Beim Neu­jahrs­emp­fang 2012 über­reich­te Bür­ger­meis­ter Jür­gen Rein­hard an Sieg­mar Buh­ler die Pla­ket­te für be­son­de­re Ver­di­ens­te um die Ge­mein­de Nie­dern­berg und für die lang­jäh­ri­ge Tä­tig­keit als Ge­mein­de­rat. Siehe Main-Echo Bericht.
Foto rechts: Sieg­mar Buh­ler, An­sp­rech­part­ner im Land­rat­s­amt Aschaf­fen­burg für Men­schen mit Be­hin­de­rung und de­ren An­ge­hö­ri­ge, ist Ende 2018 von Land­rat Ul­rich Reu­ter in den Ru­he­stand ver­ab­schie­det wor­den. Siehe Main-Echo Bericht.



Heinrichs Sohn Siegmar trat in die Fußstapfen seines Vaters. Er war neben einigen anderen Posten auch Vorsitzender des TV (1981-91) sowie 27 Jahre im Gemeinderat. Dafür erhielt er 2021 von Bürgermeister jürgen Reinhard die Ehrenauszeichnung für „herausragende Verdienste um die Gemeinde Niedernberg“, siehe Foto unten und Main-Echo Bericht Als Sprecher von IMUN (Initiative Mensch und Umwelt Niedernberg) setzt er sich seit Ende der 80er Jahre für ein lebenswertes Niedernberg ein und freut sich darauf, nach langer Corona-Pause am 30. Juli 2022 endlich wieder einmal den Sommertime Blues am Bubebadeplatz veranstalten zu können.




Es ist die höchste Auszeichnung, die die Gemeinde Niedernberg verleiht, danach kommt nur noch die Ehrenbürgerwürde.



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Albert Seitz

Ein ausführlicher Rückblick auf den Mann, der wie kaum ein anderer sein Leben den Vereinen widmete, ist weiterhin in Bearbeitung, es kamen noch einmal viele weitere, historische Fotos hinzu. Daher wiurde der Rückblick auch in einer eigenen Rubrik komplett neu angelegt, siehe hier...  für die Verzögerungen bitten wir um Ihr Verständnis.



 

Im Alter von 80 Jahren wurde Albert Seitz zum Ehrenbürger ernannt. Am 30. März 2022 wäre Albert 100 Jahre alt geworden.


 


Ein ausführlicher Rückblick auf den Mann, der wie kaum ein anderer sein Leben den Vereinen widmete, ist weiterhin in Bearbeitung, es kamen noch einmal viele weitere, historische Fotos hinzu. Daher wiurde der Rückblick auch in einer eigenen Rubrik komplett angelegt, siehe hier...  für die Verzögerungen bitten wir um Ihr Verständnis.



  






  





 


 





 
  

 



 







 

   



Viele weitere Bilder und Texte folgen hier ....




 


Uwe Reinhard


 

Unser langjähriger Feuerwehrkommandant (1990-2020) war bereits von Kindesbeinen an in Wald und Flur mit Pfeil & Bogen unterwegs, was sich auch in späteren Jahren bei seinen Rollenspielen als Robin Hood oder Winnetou widerspiegelte. Uwe wurde von der Gemeinde Niedernberg mehrfach für besondere und herausragende Verdienste ausgezeichnet, 2006 vom Verteidigungsminister Franz Josef Jung mit dem silbernen Ehrenkreuz der Bundeswehr.


Fotos oben, v.li.n.re. : Festrede bei der FFW in Niedernberg, dekorieren eines französischen Feuerwehrmannes in Santes, am Hoftor mit Mutter Hilda und Fernglas, Flußüberquerung am Seil als Ausbilder der Bundeswehrreservisten, beim Feuerwehrfest mit Gattin Carolin und Rollenspiel als Robin Hood. Weitere Infos u. Bilder folgen



   





   



  




Fasching in der Schulturnhalle Niedernberg





    

  
2006 wurde Uwe vom Verteidigungsminister Franz Josef Jung mit dem silbernen Ehrenkreuz der Bundeswehr ausgezeichnet, 2021 erhielt er die Ehrenauszeichnung für herausragende Verdienste um die Gemeinde Niedernberg



   




weitere Fotos, Zeitungsberichte und Texte folgen

In unserem Wochenrätsel gilt es seit Januar 2021  Niedernberger Persönlichkeiten, welche in der Öffentlichkeit standen oder einen hohen Bekanntheitsgrad erreichten, sowie historische Ladengeschäfte, Firmen, Salons, Praxen, Wirtshäuser, Handwerksbetriebe etc. zu erraten. Nach Auflösung der jeweiligen Rätsel werden diese Personen mit Kurzbeschreibung und Bildmaterial hier in den Rubriken eingepflegt. 

Wir freuen uns auch über Vorschläge, Anregungen und Übermittlung von Archivmaterial, siehe hier...