Heimatvertriebene

Hier ensteht derzeit eine neue Rubrik über Heimatvertriebene, welche in Niedernberg ihre zweite Heimat fanden. Die meisten davon kamen nach Ende des zweiten Weltkrieges aus dem Sudetenland. Ein Bollerwagen, ein bis zwei Koffer oder Säcke mit Kleidung, bestenfalls ein Federbett, manchmal auch nur das nackte Leben -  das war alles, was den sogenannten "Rucksackdeutschen" geblieben war. Im Bild sieht man Podersamer, welche sich zu ihrem Abmarsch zum Bahnhof bereithalten. Ihr gelassenen Hab und Gut (50 kg* pro Person) ist auf dem Wagen aufgetürmt.

* Meist ist beim Gepäck von "50 kg" zu lesen, es gibt aber auch Medienberichte, in welchen 40 kg angegeben werden und ein Augenzeuge berichtete im Sudetenblatt von 25 kg pro Person. Evtl. gab es je nach Bezirk Unterschiede.


  

An den Bahnhöfen wurde in Aussiedlertransporte zur Ausreise gen Westen verladen, meist in Vieh- oder Güterwagons.


Durch den im Osten oftmals vorherrschenden, harten Winter waren die vorherigen Flüchtlinge und die später Vertriebenen zusätzlichen Strapazen ausgesetzt. 




INFO:

Für diese neu eingerichtete Rubrik „Heimatvertriebene“ suchen wir noch einige persönliche Fotos, z.B. Originalbilder von damals aus dem Sudetenland. Gerne auchFotos von früheren oder auch von aktuellen Besuchen der ehemaligen Heimatorte vieler Niedernberger bzw. deren Eltern und Großeltern. Einfach hier per E-Mail oder unter 0171-7883689 (mobil / WhatsApp / SMS) Bescheid geben, wir holen die Fotos ab, digitalisieren diese und bringen sie auf Wunsch wieder zurück.



Auf dem Schild am Bollerwagen kann man "Von Haus und Hof vertrieben" lesen. Ein Mann mit Schifferklavier versucht die depremierende Stimmung etwas aufzulockern.



Siehe auch die bisher eingepflegten Unterkategorien 

"Sudetenland, Bezirk Podersam, Landwirtschaft  Dorfleben  Christliche Bräuche"


Derzeit in Bearbeitung