Schulturnhalle


Am 1. Dezember 1965 wurde in aller Stille der Grundstein für die Schulturnhalle gelegt. Die offizielle Feier hierzu beging man zusammen mit dem Richtfest am 1. April 1966. (Siehe nachfolgenden Beitrag des Heimatbuches, Seite 342-343).

Im Vorplatz der Halle befand sich anfangs ein kniehohes Planschbecken, welches einige Sommer lang als willkommene Abkühlung genutz wurde, später aber lange brach lag und zeitweise noch von Kindern als Hockey-Feld zweckentfremdet wurde. Anfang des neuen Jahrtausends, so um 2001/2002 wurde das Becken stillgelegt und die Fläche eingeebnet.

Da die Turnhalle im Laufe der Jahre den Anforderungen der Zeit und der wachsenden Bevölkerungszahl nicht mehr gerecht wurde, plante die Gemeinde bald schon den Bau einer neuen, großen Mehrzweckhalle, welche im Jahre 1988 fertiggestellt wurde.

 






Der 29 Meter lange und 12 Meter breite Übungsraum (oben rechts), wurde durch eine 6 Meter breite und 4 Meter tiefe Bühne ergänzt, ideal um die Halle auch für Veranstaltungen zu nutzten. Im Anbau des Eingangsbereiches (im Bild oben links und unten) befand sich neben einem Geräteraum auch ein Lehrer- bzw. Hausmeisterzimmer, die Garderobenräume und Sanitäranlagen.


Die Bilder sind per Mausklick vergößerbar!


Im Keller, welcher vom Eingangsbereich aus (oben) als auch durch eine Außentreppe erreichbar ist (Bild unten)  befindet sich ein 144 qm großer Trainingsraum (durch die Ringer genutzt) , ein 60 qm großer Gruppenraum und ein weiterer Raum von 55 qm Größe, in welchem bei damals üblichen Veranstaltungen (Tanz, NCV-Sitzung uvm.) eine Bar betrieben wurde.




Bis Mitte / Ende der 60er Jahre wurden die NCV-Sitzungen noch im großen Sall oben in der der Mainaussicht abgehalten, später in der neu erbauten Schulturnhalle, aktuell in der großen Hans-Hermann-Halle.  Im Bild die Prinzenpaare Robert & Henriette (1965) und Artur  & Karin (1968)


Die oben abgebildeten "Hoschland-Räuber" gewannen den 1. Preis beim Verkleidungswettbewerb des Lumpenball 1967



Amtsblatt-Anzeigen 1970:
Faschingsbälle  mit den Stimmungs- und Tanzkapellen "Red-Hits-Combo" (Fußballer-Maskenball der Spvgg), "Corina" (Maskenball der Freiwilligen Feuerwehr FFW) und "Twens" (Lumpenball des Carnevalvereins NCV) sowie Kerbtanz mit "Manuela" (Turnverein und "Die Sportvereine") und "Red-Hits-Combo" (DJK) in der Turnhalle Niedernberg.




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Neben den Prunksitzungen und Faschingsbällen war die Halle auch für Tanzveranstaltungen bestens geeignet, durch die  geringe Größe kam sich das Publikum relativ nah und die Stimmung  kam schnell auf den Siedepunkt. Im Symbolbild sehen wir die Coverband Voice, welche bereits in den 70er Jahren erfolgreich in Niedernberg auftrat.






Gesangsdarbietungen in den 70er und 80er Jahren





Sitzball der Versehrtensportgruppe VDK Niedernberg




Der singende Metzger in der Fachingskampagne 1980. Mit dem Prinzenpaar Rudi & Ivanka und die Gardenmädchen



Main-Echo Bericht 1977, erste Prunksitzung des NCV, Turnhalle Niedernberg. Mit Foto von Waltrude Reinhard in der Bütt.




Auch im Bereich Kinderfasching war der NCV schon seit jeher gut aufgestellt, intensive Nachwuchsarbeit gehört auch zur Hausaufgabe eines erfolgreichen Vereines. Die Kleinen von heute sind die Großen von morgen. Bereits in der alten Schulturnhalle hatten die Kids ihre großen Auftritte. So wie im Bld unten beri einer musikalischen Darbietung und oben abgebildet Othmar Morczinczyk als 11-Jähriger bei seiner Büttenrede "mein Papa, der ist kugelrund".








Zeitungsbericht des Main-Echo zur Sitzung 1981






"Der ganze Saal soll heute Abend brodeln, laß' jucken, Jungs, die Nacht ist viel zu kurz ..."  auch die Prominenz ist in bester Laune, es wird geschunkelt und geklatscht bei der NCV-Faschingssitzung 1981 in der Niedernberger Schulturnhalle. Die Halle war bei Faschingsveranstaltungen regelmäßig ausverkauft, die Stimmung von Allerfeinsten. Und zu später Stund' klang es aus den Kehlen: "Do wackelt de Dorm, do wackelt de Dorm, ja ja die Honischer die geh'n noch loang ned hoam ...",  und um dieser  gemeinsamen Feststellung die gehöriger Aufmerksamkeit zu verleihen, wurde dazu im Takt mit Händen und Flaschen auf die Tische geklopft. Und die Barkeeper unten im Keller konnten sich schon mal auf eine "lange Nacht" einstellen. Wenn die Niedernberger feier, dann feiern sie richtig!



Die Gardenmädels mit dem 1981er Prinzenpaar Erich & Hilde.





Auch rollende Discos waren Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre angesagt. In Niedernberg traten neben Walter mit seinem "Disco Bamb" ab 1982 vermehrt auch "Disco Number 1" auf. Das Honischland war eine Hochburg für die heimische Mobildisco und sorgte stets für ein "volles Haus", ob im Coconut (Vitamin A), in der River-Bar oder wie hier bei einer der vielen Disco-Veranstaltungen, meist voom KSC Niedernberg ausgerichtret, in der Schulturnhalle. Das Foto zeigt eine Darbietung im Breakdance Wettbewerb am Ostermontag Nachmittag, in einer mit schwarzer Folie abgedunkelten Schulturnhalle.  Nachfolgend eine Veranstaltungsanzeige und ein Bericht des Main-Echo.







NSV-Sitzung 1982: Roland, Konrad & Co heizen musikalisch ein, die Gardemädchen schwingen das Bein (unten)


 


Die beliebten Honisch Girls Doris, Christine, Susanne und Sigrid und das 1983er Prinzenpaar Helmut & Monika




Weitere Bilder und Infos folgen.
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