Als der Strom Einzug in Niedernberg erhielt

Nach einem Gemeindebeschluss vom Juni 1920 wurde auch Niedernberg ans Stromnetz angeschlossen. Nachdem sich gut die Hälfte der damaligen Hausbesitzer für einen Anschluss ans elektrische Netz entschieden, begannen Elektriker noch im gleichen Jahr mit der Montage der Dachständer und Oberleitungen.

Die Niedernberger Hauptstraße im Jahre 1955 vom Dach der Hausnr. 41 aus Richtung "Middel- und Innerdorf" fotografiert. Damals noch mit Kopfsteinpflaster, Dorfbrunnen und mit verkabelten Stromständern auf den Dachgiebeln. Links unten der Eingang zur Schmalzgasse. Die drei nördlich folgenden Häuser Nr. 44, 42 und 40 zieren nun mit freigelegtem Fachwerk unser Webseiten-Titelbild. Am Ende der Straße rechts (weißes Gebäude), erkennt man das damalige Haus des ehemaligen Bürgermeisters Alfons Hartlaub (1960 - 1978). Das Dach rechts vorne bedeckt das „Schnabelhaus“, dort existiert heute noch die gezeigte Plakette (nachfolgendes Foto) mit einem Hinweis im Dachstuhl, an welchem früher der Strom eingespeist wurde.




Rathaus mit Dachständer für Stromanschluß



Zwei Fotos vom Hochwasser im Jahre 1920 in der Darmstädter Straße Aschaffenburg (Nähe Schönbusch). Aschaffenburg war damals bereits vernetzt, im Bild sieht man die Strommasten. Genau in diesem Jahr zog dann auch der elektrische Strom in Niedernberg ein.





Auch das nachfolgende Foto datier aus der Zeit um 1920/21:





Die Oberleitungen führten zu den "Stromhäuschen", den Transformatoren-Turmstationen, in welchen der Strom auch heute noch auf Niederspannung umgewandelt wird.



An der Transformatorstation in der Hintermauer erkennt man deutlich die Überbleibsel vom damaligen Anschluß der Oberleitungen.




An der Transformatorstation "Spielplatz Tannenwald" werden die vor einigen Jahren neu verlegten Erdkabel noch heute im oberen Teil des Turmes eingeführt. Auch hier sieht man Halterungen von der damaligen Oberleitung-Anbringung.



Strommasten mit Hochspannungsleitungen im Wandel der Zeit.

Nach und nach wurden In den 80er Jahren die Stromständer von den Dächern in Niedernberg demontiert, die Verkabelung war unterirdisch verlegt worden.