Wochenrätsel IV.Quartal

(inkl. Start der Rätselserie ab Kalenderwoche 40)

Spätestens nach Erscheinung eines neuen Rätsels erfolgt die Auflösung der Vorwoche.

Aktiv miträtseln kann man hier... auf unserer facebook-Seite.



Die vier fleißigsten Teilnehmer 2019: 

Platz 1: Klaus Kirchschlager

Platz 2: Jeanette Appel

Platz 3: Ingrid Schwind

Platz 4: Kathleen Nusser

Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für das eifrige Miträtseln!     Bilder von den Ehrungen gibt es hier...



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Finalausgabe 2019  - Abschlußrätsel für das alte Jahr:

Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurden diesese Teile eingesetzt?


Auflösung:


In dieser verschließbaren, massiven Holzkiste wurden Milchproben aufbewahrt. In die mit Korken verschlossenen, gekennzeichneten Reagenzgläser wurden mit einem kleinen Schöpfer Milch gefüllt und im Labor der Molkereigenossenschaft Aschaffenburg untersucht. Unter anderem wurde mehrmals im Jahr der Fettgehalt von allen Milchkühen der Niedernberger Landwirte gemessen, danach richtete sich die Bezahlung der Milchanlieferung.

Die fleißigsten Rätsler des jahres 2019 werden Anfang des neuen Jahres bekannt gegeben und erhalten Überraschungspreise. Vielen Dank für die Teilnahme. Die Aushgabe 2020 startet am So, 5.Januar um 11 Uhr (1.kW)


Zusatzfrage zum Rätsel der Kalenderwoche 52:

Da das Rätsel auf unserer Facebookseite auf Anhieb aufgelöst wurde, hatten wir noch die nachfolgende Zusatzfrage gestellt. Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurden diese Teile eingesetzt?


Es handelt sich um ein Arbeitsgerät eines hier für die Gegend eigentlich untypischen Handwerkes. Hat auch nicht direkt etwas mit Niedernberg zu tun, hier im Ort war ja bekanntlich das Schneiderhandwerk verbreitet und hauptsächlich Anzüge produziert. Aber ganz in der Nähe gab es zwei Dutzend Fabriken mit über 2000 Mitarbeitern in der Produktion eines Konsumgegenstandes, der aus einer anderen Kultur stammt.



Auflösung:


Ein in einer Holzkiste integrierter Tabakschneider, getrocknete Tabakblätter hat man mit diesem aus unserer Region stammenden Gerät feingeschnitten, damit der Tabak dann per Hand in große Blätter zur Zigarre eingerollt werden konnte. Es gibt weltweit unzählig viele unterschiedliche Versionen von solchen Tabakschneidegeräten.

Eine holländische Tabakfirma zog 1864 nach Hanau und errichtete ihre Werkstätten entlang der Eisenbahnlinien Hanau-Gelnhausen-Aschaffenburg, der Bau der Kahlgrundbahn begünstigte die Zigarrenproduktion nachträglich, vor allen Dingen der Spessartort Krombach wurde eine Hochburg. Insgesamt um die 2500 Mitarbeiter produzierten (u.a. auch in stillgelegten Gasthäusern und Turnsälen) Zigarren im Kahlgrund, 24 Fabriken waren dort in den 30er Jahren ansässig.


In der Zigarrenform (unten) werden die ursprünglich aus Südamerrika stammenden Zigarren zur Endform gepresst, dann müssen nur noch die Endstücke geschnitten und bearbeitet werden. Mit Columbus kam der Tabak vor fünfhundert Jahren in die übrige Welt, die Europäer kamen im 16. Jahrhundert auf den Geschmack der Zigarre. Die berühmtesten Zigarren werden aktuell in Mittelamerika, allen voran in Kuba (HAVANNA) hergestellt.



Rätsel der Kalenderwoche 52:

Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurde dieses Teil eingesetzt?


Auflösung:


Es handelt sich um Pakettragegriffe. Ums das Einkaufspaket wurde eine Kordel geschnürt ud der Griff eingehakt. Bei uns hier in der Gegend gab es diese Tragegriffe u.a. vom Kaufhof, der Kaufhalle und vom Kaufhaus Berhard in Aschaffenburg. Davon haben wir auch noch ein Exemplar in unserem Sammelsurium in der Sandsteinschule. Heutzutage gibt es solche Tragegriffe ab und zu auch noch, aber in anderer Form, aus Kunststoff. meist schon fertig in die Kartonage montiert, bei TV-Geräten etc., jetzt in die Weihnachtszeit wurden und werden sicherlich noch einige schwere Weihnachtspakete so nach Hause getragen.Da das Rätsel auf Anhieb gelöszt wurde, gibt es eine Zusatzfrage.


Rätsel der Kalenderwoche 51:

Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurde dieses Teil eingesetzt?

Auflösung:

Labbeduddel / Lappeduddel kommt von Lappen und Schnuller / Duddel / Sauger. Diese "Stoffschnuller" gab es bereits im Mittelalter, im 18. Jhd. waren sie weit verbreitet und wurden "Lutschbeutel" genannt. Vorne hat man ein Stück Brotkruste (schmeckt z.B. nach längerem Kauen süßlich) oder eine gesüßte Masse aus Brot, Mehl oder Brei hineingetan und das Leinentuch zusammengeschnürt. Die Kleinkinder haben dann daran genuggelt, zur Beruhigung, damit ihr unersättlicher Saugdrang gestillt wird. Das Bild zeigt einen original Niedernberger "Labbeduddel". Der Name kommt aus der hessischen, pfälzischen und unterfränkischen Mundart, wird heute noch als Bezeichnung für Schwächling, Trantüte, Pantoffelheld usw., ähnlich wie "Dummbeitel", verwendet. "Der is sou dumm wie en Labbe" - oder "der sieht aus als ob er noch en Duddel braischt". Ab ca. 1950 wurden die Gummischnuller eingeführt, später dann mit Formanpassung zum Kiefer, siehe Fotos.


Rätsel der Kalenderwoche 50:

Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurde dieses Teil eingesetzt?


Auflösung:


Ein Schilfhaken, Knospenhaken oder Lieschhaken, Werkzeug für Fassbinder, Küfer, Büttner (Name kommt von Bütt), Böttcher (Name kommt von Bottich). Hilfreich beim Einböden, u.a. werden hiermit die Dauben abgedrückt damit das Schilfblatt eingeschlagen werden kann.Mit dem Dichtkeil (Kalfateisen) das Schilf in die Kimme geschoben. Schon die alten Römer benutzen diese Werkzeuge zur Herstellung von Weinfässern, was u.a. Ausgrabungsstücke belegen (Bild li.oben).



Rätsel der Kalenderwoche 49:

Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurde dieses Teil eingesetzt?


Auflösung:


Es handelt sich hier um eine "Küchenmaschine zum Teigrühren" - jedoch kein Standgerät, sondern trotz der Größe und des beachtlichen Gewichtes für den Einhandbetrieb gedacht, m it zwei Adapter für Rührbesen. Ein Handmixer / Handrührer, der damals nicht gerade sehr "handlich" war - eine Art Bodybuildung für Hausfrauen!


Rätsel der Kalenderwoche 48:

Um welche Textilie handelt es sich hier, was war die Bosonderheit dieses Stückes?


Auflösung:


Es handelt sich um eine Damenunterhose, die man "hinten" zur Verrichtung seines "Geschäftes" aufknöpfen konnte! Passt so in die Zeit der Stummfilme mit "Väter der Klamotte" etc.!


Rätsel der Kalenderwoche 47:

Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurden diese Teile eingesetzt?



Auflösung:


Der Kragenklotz (auch Kragenholz oder Kragenbock genannt) wurde überwiegend in der Herrenschneiderei eingesetzt, um Kragen oder Revers an Sakkos und Mänteln, hauptsächlich schmale Kragenstege in Rundung, zu bügeln. Meist aus Buchenholz, damit es auch bei Hitze formstabil bleibt. Das hier fotografierte Stück hat eine stattliche Größe von 60 x 25 cm und ist 6 cm dick. Dadurch bekommt das Holz ein erhebliches Gewicht, so dass es zusätzlich auch hochkant als Beschwerung zum Einsatz kam, z.B. beim Pressen von Kanten. Das kleinere Teil war wesentlich handlicher und wurde zum Ausbügeln von Schulter, Kragen und Hosenbund verwendet.

Beide Teile stammen von ehemaligen Niedernberger Heimschneidern.

Kragenböcke in der Heimschneiderei, hier rechts im Bild das Heimschneidermuseeum Großwallstadt. Unser Nachbarort stellte ja eine Hochburg in der Schneiderei-Epoche am Untermain dar.



In Niedernberg waren die Kleiderfabriken Gebrüder Scheurich, Nebel und Gollas (Foto) ansässig, gehörten damals zu den größten Arbeitgebern im Ort.


Zusatzfrage zum Rätsel der Kalenderwoche 46:

Da das Rätsel erneut binnen Minuten auf unserer Facebookseite aufgelöst wurde, hatten wir noch die nachfolgende Zusatzfrage gestellt.

Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurden diese Teile eingesetzt?


Auflösung:


Man sah ein Teilstück eines Leisten. Der obere Teil des Schuhes (der Schaft) erhält duch den Leisten seine Form. Durch die Zweiteilung konnte man die Holzstücke aus dem geformten Schuh leichter wieder herausnehmen. Holzmodelle dienen auch für die Serienfertigung von Schuhen als Kopiergrundlage für Leisten aus Kunststoff oder Metall, welche in der Massenproduktion verwendet werden. Der Ausdruck "Leisten" stammt ab von "Spur und Fußabdruck" und "etwas leisten / erschaffen". Schon in der Antike wurden Leisten zur Herstellung von Sandalen verwendet, wo auch der Spruch "Schuster, bleib bei deinen Leisten" herstammt. Über die Alemannen kamen die Leisten zu uns.




Rätsel der Kalenderwoche 46:

Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurden diese Teile eingesetzt?


Auflösung:


Es handelt sich hier um einen Wetzsteinhalter aus gefalztem Zinkblech, auch "Kumpf" genannt. Der Mäher mit der Sense trägt diesen „Köcher“ am Gürtel, meist mit etwas Wasser gefüllt, um den Wetzstein feucht zu halten. Vor Beginn wird die Sense gewetzt. Dies muss jedoch gekonnt sein. Denn die Schneide kann man bei falscher Handhabung auch stumpf anstatt scharf wetzen. Der Wetzstein wird kurz und nicht zu lang über die Schneide gezogen.



Diese Wetzsteinköcher gab und gibt es in verschiedenen Ausführungen aus Horn, Zinkblech und Holz (heutzutage meist aus Kunststoff) und mit mehreren Bezeichnungen wie z.B. Schlotterfass, Wetzsteinbecher,  Wetzkumpf, Wetttülle,  Wetztülle, Schocker, Schlucker,  Schliaker.







Rätsel der Kalenderwoche 45:

Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurden diese Teile eingesetzt?



Auflösung:


Es handelt sich um eine Vorrichtung für Heißdauerwellen aus dem Salon Luise Sacher, 50er Jahre. Genannt wurde es "KADUS " THERMWELLEN - Dauerwellapparat". Mit diesen grauen Kunststoffhaltern wurden Eisenklammern erhitzt, welche dann auf die Haarwickler kamen, siehe auch Beschreibung im Bild. Dieses Heißwellverfahren wurde dann bald von der Kaltwelle angelöst. Weitere Details siehe hier...




Zusatzfrage zum Rätsel der Kalenderwoche 44:

Da das Rätsel erneut binnen Minuten auf unserer Facebook-Seite aufgelöst wurde, hatten wir noch die nachfolgende Zusatzfrage gestellt.

Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurden diese Teile eingesetzt?


Auflösung

Früher nannte man es "Knochenbrecher", heutzutage ist Knochenpresse der gängige Ausdruck. Denn ähnliche Geräte gibt es auch aktuell noch, um biologisches Futter aus Grünabfällen und Knochen für vitale und gesunde Tiere herzustellen. Der abgebildete "Kochenbrecher" war früher seitlich an einem Tisch im Stall geschraubt, wo die aus Essenresten gesammelten Knochen zerkleinert und zu Hühnerfutter verarbeitet wurden.

Die Splitter der gebrochenen, kalkhaltigen Knochen wurden dann dem Hühnerfutter beigemischt, zum Teil auch noch zermahlt, und führten zu einer besseren Eierschalenbildung



Rätsel der Kalenderwoche 44:

Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurden diese Teile eingesetzt?


Auflösung:

Passend zu den bevorstehenden Feiertage Allerheiligen und Allerseelen (1./2.November) haben wir eine Dose mit Dochten, Korkschwimmer und Pinzette aus dem Regal geholt, ein Set für die früher häufig verwendeten Öllichter. An dem Schwimmer fehlen die hinteren beiden Korkstücke, welche den Docht wie ein Floß auf dem Öl schwimmen lassen.

Zwei verschiedene Schwimmdochte, wie sie heute noch im Handel erhältlich sind.



Zusatzfrage zum Rätsel der Kalenderwoche 43:

Da das Rätsel binnen Minuten in Facebook aufgelöst wurde, hatten wir noch die nachfolgende Zusatzfrage gestellt.

Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurden diese Teile eingesetzt?


Auflösung:
Fotografiert wurden alte Sockenhalter für Herrensocken. Man konnte die Weite an der Wade entsprechend einstellen. Mit der Öse wurde der Socken eingehängt, damit er nicht runterrutscht. Diese Teile scheinen aktuell wieder in Mode zu kommen, siehe hier...


Rätsel der Kalenderwoche 43:

Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurden diese Teile eingesetzt?

Auflösung:

Mit diesem Teil wurden damals von den Maiskolben durch Drehen die Körner gelöst. Sozusagen auf "Nirrenberscherisch" ein "Maisbobbebiggeler". Heute machen das moderne Mähdrescher, aber es gibt für den Hausgebrauch auch aktuell noch andere Geräte, oder halt die Abschab-Methode mit einem Messer. Siehe Fotocollage. Bei den Ferienspielen 2018 durften die Kids den "Maisbobbebioggeler" ausprobieren, hier... der Bericht.



Vorführung einer antiken Dreschmaschine




Rätsel der Kalenderwoche 42:

Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurden diese Teile eingesetzt?



Auflösung:
Es handelt sich um eine Schabglocke bzw. Borstenschaber, in Niedernberger Mundart "Saiglogge". Der Hausmetzger schabte damit der vorher gebrühten Sau die Borsten und die obere Schicht der Haut / Schwarte ab. Ein schöner Bericht über einen Schlachttag an Kirmes 1943 im Pfälzer Dorf Gevenich findet man durch Mausklicklick aufs folgende Foto:



Auch die Namen Kratzglocke oder Schabeglocke sind richtig, das sind neben Borstenglocke und Metzgerglocke die aktuellen Begriffe. Denn diese Teile gibt es auch heute noch zu kaufen, trotz der mittlerweile eingesetzten "Brüh- und Enthaarungsmaschinen" (siehe Foto unten und Video, hier kann man die Nachentborstung per Hand mit der Schabglocke sehen. Denn zumindest die manuelle Nacharbeit, das Abschaben der Restborsten, findet auch heute meist noch mit der am unteren Rand scharfkantigen Glocke statt. Mit dem Haken wurden die Klauen abgezogen, mit dem Halter konnte der Schlachter das Werkzeug in die Gürtelschlaufe hängen.





Rätsel 41. Kalenderwoche:

Um welchen Gegenstand handelt es sich hier, wofür wurde dieses Teil eingesetzt?


Auflösung:



Das abgebildete Teil ist ein "Maisbohrer", wie der Mäusebohrer im Niedernberger Volksmund genannt wurde. Damit bekämpfte man, besonders in der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg, die Plage der Feldmäuse. Diese legen sich oberirdische Gänge, Verbindungen von Loch zu Loch, an. Mittig in einen Gang bohrte man damit ein 30-60 cm tiefes Loch mit ca. 10 cm Durchmesser. Die Mäuse achten beim laufen nicht darauf und fallen blindlings ins Loch, dessen Wände meist noch mit einem Stemplel geglättet wurden. Mit einer Gabel (u.a. Holzstil mit Nagelspitze) spießte man die Tiere in den Löchern auf.


Aktiv miträtseln kann man auf unserer facebook-Seite.


Rätsel 40. Kalenderwoche:


Auflösung: Die Abbildung zeigt "Stoßbutterfass", ein altes Teil aus Keramik, heutzutage noch in Holzform erwerblich. Es gab auch Roll-, Schlag- und Wiegebutterfässer, je nachdem wie die Butter in Bewegung gebracht wurde. Im Stoßbutterfaß wurde abgeschöpfter Rahm mit dem Stößer zu Butter gestampft bzw. geschlagen.