Grenzwanderung Nord

Samstag, 6. April 2019, 15 - 18 Uhr   



Erneute "Grenzwanderung Nord" aufgrund des Schleusen-Neubaus, der gravierende Einschnitte in dieses Gebiet mit sich bringen wird. In naher Zukunft wird hier vieles anders sein. Auf Änderungen, welche im aktuellen Planungsverfahren vorgesehen sind,  wurde bei der Führung ebenfalls hingewesen. Führung durch Heimatpfleger Albert Wagner.



Treffpunkt: Parkplatz am Friedhof


Hier ein Bericht über die Führung:

Der Geschichtsverein Niedernberg hatte am vergangenen Samstag erneut für interessierte Teilnehmer zu einer Grenzwanderung an die nördliche Gemarkungsgrenze, welche gleichzeitig auch die Grenze zum Landkreis Aschaffenburg darstellt, eingeladen. Da in absehbarer Zeit die geplante Baustraße für den Schleusenneubau durch dieses Gebiet führen soll, sah man hier die vielleicht letzte Möglichkeit, diese Wanderung durchzuführen. Bei schönstem Frühlingswetter wanderte die 16-köpfige Gruppe unter der Leitung des Heimatpflegers Albert Wagner anfangs an die Schleuse Obernau, wo anhand von Plänen über den geplanten Verlauf der Baustraße und die Lage der neuen Schleuse diskutiert wurde, da diese für einschneidende Veränderungen auf der Niedernberger Gemarkung sorgen wird. Von der Schleuse ging es dann am Main entlang Richtung Wasserwerk. Kurz davor wurden die ersten Grenzsteine gefunden und es ging von da ab durch das Tannenwäldchen hoch in Richtung Kreisstraße. Im Tannenwäldchen ging es über Stock und Stein durch ehemaliges Kiesabraumgebiet aus den 1960er Jahren. Allgemein überrascht war man durch die große Anzahl an vorhandenen Grenzsteinen und welche enormen Schäden der Sturm im September 2018 im Wald angerichtet hat. Der Rückweg führte auf dem Streckenverlauf der zukünftigen Baustraße am Spielplatz vorbei, welcher ebenfalls der Baumaßnahme weichen soll. Albert Wagner lieferte zu vielen Grenzsteinen interessante Informationen und zahlreiche Anekdoten aus vergangener Zeit. Daher kamen die Teilnehmer nach etwa 3 Stunden mit vielen neuen Eindrücken und Informationen am Ausgangspunkt an. (Schriftführung, Denis Bechtel)



Erste Zwischenstation am fränkischen Reihengräberfeld, auf der geplanten Baustraße ging es nun am Flutgraben entlang Richtung Main.








Der Grenzstein zeigt den vorherigen und weiteren Verlauf der Grenze, der aktuelle Standpunkt liegt in der Mitte des Steines.






Grenzen verlaufen nicht zwangsläufig entlang von Wegen, manchmal führen sie gar durch schwer zugängliches Gelände.




Hier in fast unberührter Natur trifft man auch auf einige Fuchs- und Dachsbauten















Quo Vadis Spielplatz am Tannenwäldchen?