Im Jahre 1814 wurde der alte Friedhof im Südwesten an die Dorfmauer angrenzend, außerhalb der Ortsbefestigung angelegt. Im  Jahre 1963 wurde er nach dem Bau eines neuen Friedhos im Norden des Ortes aufgelassen. Im Bild die alte Rostkastanie. Der erkrankte Baum wurde 2016 im Alter von 180 Jahren gefällt und durch eine jüngere, gesunde Kastanie ersetzt. Die Grabsteine des Priestergrabes sind seit März 2018 an der alten Dorfmauer neben der Dorfkapelle angebracht.



Links: Der alte Friedhof ca. 1985. Rechts: Die Grabsteine sind von den Priestern Kaspar Rüttenauer (1845 – 1892; 16 Monate Pfarrer in Niedernberg), Joseph Peter Seubert (1863 – 1941; 43 Jahre Pfarrer in Niedernberg), Martin Breunig (1794 – 1855; 25 Jahre Pfarrer in Niedernberg) und Franz Ostheimer (1815 – 1891; 26 Jahre Pfarrer in Niedernberg).



1814 wurde der alte Friedhof angelegt, damals noch außerhalb des Ortes. Bis 1963 wurde er mehrmals erweitert. Die Neuanlage war notwendig geworden, weil in den Jahren 1813/14 über 130 Personen an hoch ansteckenden Krankheiten gestorben sind, die durchziehende französische Truppen eingeschleppt hatten. Der damals noch bestehende Friedhof rund um die Kirche (Kirchhof) war für die vielen Toten zu klein geworden; er wurde 1820 eingeebnet.




Noch erhalten sind nebem den Priestergrabsteinen weitere markante Grabsteine Niedernberger Bürger




1994 wurde der ehemals alte Friedhof umgestaltet in Ruhezone Dorfkapelle und Dorfplatz mit Geschichtsbrunnen



Dorfplatz Februar 2012, inkl. der alten Kastanie im Hintergrund





Niedernbergs Heimatpfleger und Autor diverser Literatur Albert Wagner am Geschichtsbrunnen





Die im März 2016 gepflanzte, 60 jährige Kastanie. Siehe auch die Bilderserie der 180 Jahre alten, 2016 gefällten Kastanie


Die Dorfkapelle beherbergt Heiligenfiguren aus einer 1965 an der Kreuzung Römerstraße/Waldweg/Hauptstraße (am Rosengärtchen) abgetragenen Kapelle (Heiligenhäuschen)


Die Gefallenen des 1. Weltkrieges