Das römische Steinkastell mit ca. 2,2 ha Fläche, von dem heute allerdings nichts mehr sichtbar ist, lag im alten Ortskern. Hinweistafeln mit dem Kastellgrundriss und Bodenmarkierungen an den ehemaligen Kastelltoren informieren über das Kastell. An der Porta principalis sinistra steht die Bronzestatue (Neuentwurf) eines römischen Auxiliarsoldaten.
Das Achsenkreuz der Hauptlagerstraßen, der via principalis und der via praetoria entsprechen dem heutigen Kreuzungsbereich der Haupt- und Schulstraße. Eine Nachbildung der in Niedernberg gefundenen Römischen Brunnenmaske (Silens) wurde in Fundortnähe als Wasserspeier installiert.

Funde aus Niedernberg werden im Dommuseum Fulda und im Stiftsmuseum Aschaffenburg aufbewahrt.



Heimatpfleger und Autor diverser Literatur über Niedernberg: Albert Wagner


Wie ein Wächter zwischen "Innerdorf" und "Ewwerdorf" steht die Bronzestatue am Rathaus. Der lateinische Gruß "Salve" (sei gegrüßt / sei gesund) gilt natürlich auch für alle Bewohner im "Neidorf" (Dorfplatz bis Waldweg/Römerstraße) und der weiteren Neubaugebiete im Norden und Westen des Honischlandes. Als Teil des historischen Dorfrundweges erinnert der nachempfundene, römische Auxilliarsoldat nahe der Kastelltormarkierung "Porta principalis sinistra" ("linkes Haupttor") an die römische Vergangenheit Niedernbergs mit dem zum UNESCO-Welterbe gehörenden und heutzutage unter dem Ortskern liegenden Limeskastell.       Foto: Helmut Stirnweis