Informationstafel an Station 18 zum römischen Badegebäude


Das römische Kastellbad lag 35 m vor der östlichen Eckabrundung der Umfassungsmauer in spitzwinkliger Richtung  zur Frontmauer des Kastells in der Nähe zum Mainufer, wie auch die meisten Kastellbäder am „Nassen Limes“.




Es wurde 1884 und nochmals 1895 untersucht.  Sein Mauerwerk lag 1,5 bis 2,0 Meter unter der Oberfläche und war teilweise noch bis zu einer Höhe von einem Meter erhalten. Das Bad ist zum Teil durch eine Hofreite überbaut. Es handelt sich um ein Bad vom Reihentyp, das große Ähnlichkeit mit dem benachbarten Bad vom Kastell Stockstadt besitzt. Das Innere war in mehrere Räume von unterschiedlicher Form und Größe unterteilt, die einst mit Warmluft über Hypokausten beheizt wurden.


Die Länge der Raumflucht, in der die Hauptbaderäume angeordnet waren, beträgt 42,40 m, die breiteste Stelle 20,80 m




Beispielbilder von römischen Badeanstalten                   This photo of Antike Romervilla is courtesy of TripAdvisor


Überreste eines römischen Badegebäudes in Weinsberg (mit Schutzdach des 20. Jahrhunderts)

Foto: Rosenzweig (GFDL) CC-BY-SA-3.0 (Wikimedia Commons)



Römische Fußbodenheizung (Hechingen)                                      Mussklprozz GFDL  CC-BY-SA-3.0 (Wikimedia Commons)



Links im Garten, gegenüber der Kirche, wurden im Jahre 1884 und 1885 Mauerreste des Römerbades freigelegt.