Unser Verein möchte die Bevölkerung von Niedernberg durch Vorträge, Führungen und Ausstellungen für die örtliche Geschichte sensibilisieren. Wir möchten das Bewusstsein zur Heimat wecken und fördern. Für Interessierte haben wir in unseren Räumlichkeiten in der Sandsteinschule eine  volkstümliche Sammlung mit historischen Gegenständen aus Niedernberg zusammengetragen.


                                                              
    
                                                                                                                        Termine aktualisiert am 26.01.2021


Was war vor 390 Jahren?

Während des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 haben Truppendurchzüge, Plünderungen und Pest unsägliches Leid auch über unsere Gemeinde gebracht. Der Schwedendurchzug im Jahr 1631 hinterließ sichtbare Spuren an zahlreichen Häusern und der Kirche, die auch geplündert wurde. Die Schweden fanden die Eichenholzkiste, die auf dem Kirchenspeicher versteckt war, brannten das Schloss auf und entnahmen alle wertvollen Gegenstände. Die ebenfalls darin enthaltenen alten Kirchenbücher und Urkunden vernichteten oder verbrannten sie.

(Heimatbuch Seite 439) 


Aus der Serie Niedernberger Persönlichkeiten, welche einen hohen Bekanntheitsgrad erreichtenPfarrer Eckert



Was war vor 200 Jahren?


         

Seit 1821 gehört Niedernberg zum Bistum Würzburg. Vom frühen 8. Jahrhundert bis zur Säkularisation im Jahr 1803 war Niedernberg dem Erzbistum Mainz zugeordnet. Von 1803 bis zum Jahr 1820 unterstellte man unser Heimatgebiet dem Bistum Regensburg.

(Heimatbuch Seite 432)




Liebe Vereinsmitglieder,

wie schön wir es doch haben!

Wir wohnen an einem wunderschönen Fluss, die Krokusse, Primeln, Hornveilchen, Hyazinthen und viele andere Blumen blühen bereits seit vielen Tagen. Sogar die Forsythie und die ersten Bäume stehen in voller Blüte.

Nutzt über die Ostertage jeden Sonnenstrahl und erfreut euch am blauen Himmel. Setzt euch auf eure Terrasse, geht spazieren und feiert in euren Familien das Osterfest.

Wir müssen nur noch ein wenig durchhalten. Bald werden wir uns wieder in der Sandsteinschule treffen, auf den Bierbänken draußen im Hof sitzen, unseren Backofen schüren, Ausflugsfahrten unternehmen und die Niedernberger Geschichte der Bevölkerung näherbringen.

Lasst es euch gut gehen, genießt die ersten schönen Frühlingstage und bleibt vor allem gesund!

Frohe Ostertage wünscht euch und allen Niedernbergern

Doris
(1.Vorsitzende)



Aus der Serie Niedernberger Persönlichkeiten, welche einen hohen Bekanntheitsgrad erreichtenMetzgerei Lebert



Was war vor 25 Jahren?

  

1996 wurde der Brunnen auf dem Dorfplatz zum ersten Mal als Osterbrunnen geschmückt. Seitdem fertigen die Landfrauen jedes Jahr diese Zierde. In den ersten Jahren wurden 800 bis 1000 Eier in die mit Grün umwickelten Bögen gesteckt. Das Aufstellen der geschmückten Teile übernehmen Mitarbeiter des Bauhofs.

(mdl. Überlieferung)   Mehr Bilder und Infos von den Landfrauen und Osterbrunnen (ab 1996) findet man hier...


Was war vor 50 Jahren?

  

Im Jahr 1971 existierten noch 111 landwirtschaftliche Betriebe in Niedernberg. 10 Jahre später waren es nur noch 61 Betriebe. Davon viele mit wenig Anbaufläche, z.B. 22 Betriebe unter 2 ha und wenige Großbetriebe, z.B. 6 Höfe mit über 30 ha Anbaufläche. (Bilder per Mausklick vergrößerbar)

(Heimatbuch Seite 390)  viele weitere Fotos hierzu aus den 70er Jahren und auch von zuvor findet man hier...



Kinderkochbuch von 1961 mit nostalgischen Illustrationen. Eine komplette Seitenvorschau mit 67 Rezepten gibt es hier...


Was war vor 60 Jahren?

 

Früher wurde in fast jedem Anwesen Geflügel gehalten und teilweise auch frei laufen gelassen. So begaben sich die Gänse zum Main und zum Fressen auf die dortigen Wiesen, die Hühner scharrten auf den umliegenden Wiesen nach Essbarem. Um frisch eingesäte Flächen zu schützen und die Ernteerträge nicht zu schmälern, war es früher verboten, ab dem Josefstag (19. März) Geflügel frei laufen zu lassen, da etwa um diese Zeit die Vegetationsperiode beginnt. Noch im Jahr 1961 findet sich im Amtsblatt ein entsprechender Artikel: „Das Befahren oder Betreten von fremden Grundstücken sowie das freie Laufen lassen von Hühnern, Enten und Gänsen ist ab sofort untersagt. (Amtsblatt 18/1961)

Der Josefstag war bis 1969 in Bayern ein Feiertag.     (Bilder per Mauskliclk vergrößerbar)


Aus der Serie Niedernberger Persönlichkeiten, welche einen hohen Bekanntheitsgrad erreichtenErna Rohmann


Was war vor 125 Jahren?


Zum 75. Geburtstag von Prinzregent Luitpold im Jahr 1896 bekamen die Schulkinder Brötchen spendiert. Brötchen waren in der damaligen armen Zeit Luxus. Eine Gemeinderechnung aus dem Jahr 1896 lautet wie folgt: “6 Mark dem Bäcker J. Hartlaub für 100 Weck für die Schuljugend – 75 jähr. Geburtsfest Sr. Kgl. Hoheit des Prinzregenten Luitpold“ (geb. 12.3.1821, gest.1912, Regent von 1886 bis 1912).

(Heimatbuch Seite 161) Zum 200.Geburtstag am 12.3.2021 haben wir hier.. eine umfangreiche Bilderserie hinterlegt


Aus der Serie Niedernberger Persönlichkeiten, welche einen hohen Bekanntheitsgrad erreichtenWilly Haas




Video-Dokumentationen und historische Filmaufnahmen (Niedernberg und Region Untermain)


Was war vor 40 Jahren?

   

Im März 1981 wurde Niedernberg an das Erdgasnetz angeschlossen. Die Hauptrohrleitung verlegte man etwa 50 Meter östlich der B 469 durch die Niedernberger Gemarkung. Die Anschlussstelle für Niedernberg befindet sich am Heiligenweg. Von hier aus erfolgten noch im gleichen Jahr die ersten Gasrohrverlegungen im Heiligenweg und in der Römerstraße. Im Mai 1982 wurde die Großwallstädter Straße an das Gasnetz angebunden, weitere Straßenzüge folgten. Im Frühjahr 1984 wurde das Industriegebiet angeschlossen.

(Heimatbuch Seite 311)       Bilder per Mausklick vergrößerbar


Aus der Serie Niedernberger Persönlichkeiten, welche einen hohen Bekanntheitsgrad erreichten: Omnibus SEITZ


Was war vor 140 Jahren?


1881 wurde an der Hintermauer eine neue Spritzenhalle an die Sandsteinschule angebaut. In der Halle fanden die handbetriebene Feuerspritze und die sonstige bescheidene Ausrüstung der Feuerwehr Platz. Der Neubau war nötig geworden, nachdem die bisherige Feuerhalle (im Bereich der Turmgasse) zusammen gebrochen war. (Aufzeichnungen in alten Gemeindeakten)

    

Vermutlich wurde die Gerätehalle benutzt, bis das neue Spritzenhaus am Rathaus im Jahr 1938 fertig gestellt war. Wann die Spritzenhalle an der Schule abgerissen wurde, ist nicht bekannt.

Die Proportionen auf der Postkartenskizze sind nicht ganz realistisch. Die Fotos sind per Mausklick vergrößerbar.

 

 


Was war vor 65 Jahren?


Mit Vertrag vom 21. Februar 1956 vereinbarten die Gemeinde Niedernberg und die Fa. Theodor Grimm die Ausbeutung von Sand und Kies der gemeindeeigenen Grundstücke am Hohen Sand. Damit begann der großflächige Abbau von Sand und Kies in der südlichen Gemarkung. Als erstes wurde das Gebiet des ehemaligen Badesees ausgebeutet, dann der See, an dem sich heute das Seehotel und der Honisch-Beach befinden, danach der „Silbersee“ westlich der Kreisstraße. 1971 kaufte die Fa. Fritz Weber die Firma Grimm (Miltenberger Industriewerk).  Im Niedernberger Volksmund blieb es aber der „Kiesgrimm“. Ende der 1990er Jahre wurde der Abbau von Sand und Kies eingestellt und mit dem Rückbau der Betriebsanlagen begonnen. Der Rückbau fand seinen Abschluss im Jahr 2005 mit der Demontage des auf dem Betriebsgelände stehenden Turms mit den Förderbändern. Von diesem Turm aus lief ein Förderband bis zum Main, wo Sand und Kies auf Schiffe verladen wurde. Es wurde auch viel mit LKWs transportiert. Dafür befand sich auf dem Werksgelände eine LKW-Waage mit einem kleinen Bürogebäude. Auch ein kleiner Kiosk fand sich auf dem Betriebsgelände. Nach Abschluss der Rekultivierung des gesamten Geländes wurde dieses 2006 an die Gemeinde Niedernberg zurückgegeben.

(Auszug aus Gemeindeakten, weitere Aufzeichnungen und mündliche Überlieferung)  weitere Infos und Bilder hier...


Was war vor 145 Jahren?

1876 wurde der Bahnhof in Sulzbach gebaut. Hierbei mussten die letzten Mauerreste der etwas nördlich gelegenen ehemaligen St. Margarethenkirche von Ruchelnheim (1552 im Markgräflerkrieg eingegangen) den Bahnanlagen weichen. Zu dieser alten Mutterkirche hatten die Niedernberger ein althergebrachtes Wegerecht, das von der Fähranlegestelle bis zur Kirche führte. Durch die Aufschüttung des Bahndammes wurde dieser alte Weg unterbrochen. Nach langwierigen Verhandlungen kam 1896/97 der jetzige Weg zum Bahnhof zustande.

Der Bahndamm bzw. die Gleise verlaufen ein Stück weit über die Niedernberger Gemarkung „Schwindenrain“. Auch das ehemalige Bahnwärterhäuschen stand auf Niedernberger Gebiet (etwas nördlich der Schrankenanlage). Der Bahnbedienstete hatte den Schrankendienst zu versehen, d.h. öffnen und schließen der Schranken.

(Heimatbuch Seite 301)      ... siehe auch unsere Seite "Gemarktung Schwindenrain und Bahnhof" mit einer großen Übersichtskarte sowie vielen aktuellen und historischen Bildern zu diesem Thema.



Was war vor 60 Jahren?

     

Die Bilder sind per Mausklick vergrößerbar. An gekennzeichneter Stelle stand bis 1962 das Armenhaus.

1961 wurde das Armenhaus, Anwesen Hirtengasse 4, wegen Baufälligkeit von der Gemeinde zum Verkauf angeboten (Abbruch 1962/63). Das Haus (im hinteren Bereich des Grundstücks) und die Zufahrt bzw. Hof lagen im Bereich der heutigen Anwesen Hirtengasse 2 und 6. Heute befindet sich der Hof von Anwesen Nr. 2 bzw. das Wohnhaus Hirtengasse 6 an dieser Stelle. Siehe aktuelle Bilder. Im Armenhaus fanden in Not geratene Niedernberger eine Bleibe. Vom Armenfonds wurden die Bedürftigen mit dem Notwendigsten versorgt. Den Grundstock zur Gründung dieses Fonds legte Pfarrer Gerlach im Jahr 1782. Er bedachte die Armen des Ortes in seinem Testament mit 600 Gulden. Das Armenhaus diente vorher als Hirtenhaus, ebenso das früher daneben stehende Haus (bereits 1845 abgebrochen). Hier wohnten früher die Kuh- und Schweinehirten; daher der Name „Hirtengasse“.

(Heimatbuch Seite 258 und 403 sowie Amtsblatt 23/1961) 


Aus der Serie Niedernberger Persönlichkeiten, welche einen hohen Bekanntheitsgrad erreichten: Fritz Morczinczyk


Was war vor 595 Jahren?

Preistafel aus dem Jahre 1901

Die Mainüberfahrt in Niedernberg bestand nachweislich schon in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. In Urkunden von 1426 werden bereits die alte Fahrgasse und der „Schelch“ an der oberen Pforte genannt.

Die Fährverbindungen waren oftmals im Verlauf vorgeschichtlicher Handelswege an Furten angelegt worden. Die Fährverbindung zwischen Niedernberg und Sulzbach diente über Jahrhunderte  dem Personen- und Güteraustausch zwischen dem Bachgau und den Spessartorten, von dort war Anschluss an weitere alte Handelswege. Nach dem 30-jährigen Krieg verlieh 1685 das Vizedomamt Aschaffenburg das Fährrecht hier in Niedernberg an Johann Reinhard. Das Fährrecht  blieb nicht für immer in einer Hand; es wurde durch Vererbung oder Verkauf zu verschiedenen Anteilen an mehrere Personen weitergegeben.

(Heimatbuch Seite 288 – 293)   

Weitere Infos sowie eine große Anzahl von historischen und aktuellen Bildern kann man hier.. einsehen.

 

Historische Ansichtskarten aus der Region

In unser Rubrik Ansichtskarten findet man neben Niedernberg, A'burg und Miltenberg weitere Postkarten aus der Region


Was war vor 60 Jahren?

Am 20. Januar 1961 eröffnete Rosel Wenzel ihr Spar-Geschäft in der Hintermauer 7.

Zunächst war es ein kleinerer Laden im Erdgeschoss des ursprünglichen Wohnhauses. Nach einigen Jahren zog das Geschäft in den neu errichteten großen Anbau, wo ausreichend Fläche für das vielfältige Angebot vorhanden war. Neben dem großen Lebensmittelsortiment gab es ein Regal mit Gemüse und Obst. An der Wurst- und Käsetheke bekam man die gewünschte Menge frisch aufgeschnitten. Hier konnte auch Frischmilch mittels einer Pumpe in ein mitgebrachtes Gefäß gefüllt werden. Auch weitere Artikel für den täglichen Gebrauch wurden angeboten. Später kam ein Raum mit Schreibwaren und Zeitschriften hinzu. Hier hatte später  Ilse Sacher einige Zeit ihre Lotto-Annahmestelle. Rosel Wenzel führte ihr Geschäft bis Mitte der 1980er Jahre. Das Spargeschäft wurde kurze Zeit von einem Nachfolger weitergeführt. Anschließend eröffnete dort Frau Brödner ein Handarbeitsgeschäft. Heute sind die Geschäftsräume zur Wohnung umgebaut.

(mündliche Überlieferung)   Weitere Infos und Fotos siehe hier...


Was war vor 145 Jahren?


Seit dem 1. Januar 1876 werden die Personenstandsregister für Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle von den Standesämtern geführt. Bis zu diesem Zeitpunkt war dies Aufgabe der Pfarrämter. (Quelle: Gemeindearchiv)

Foto: Hochzeitsfoto vom Brautpaar Jakob und Maria Hans aus dem Jahre 1886 (Foto-Atellier M.Wacker / Aschaffenburg) . Es ist zugleich das älteste Foto aus dem Niedernberger Buch "Brautpaare im Wandel der Zeit" von Albert Wagner. Geheiratet wurde damals bereits seit 10 Jahren auf dem Standesamt.

 

Niedernberger Persönlichkeiten, welche einen hohen Bekanntheitsgrad im Ort erreichten

In unserem Wochenrätsel gilt es nun seit Januar 2021 besondere Niedernberger Persönlichkeiten, welche in der Öffentlichkeit standen oder einen hohen Bekanntheitsgrad erreichten, sowie historische Ladengeschäfte, Firmen, Salons, Praxen, Wirtshäuser, Handwerksbetriebe etc. zu erraten. Nach Auflösung der jeweiligen Rätsel werden diese Personen und deren Tätigkeiten, Dienstleistungen, Geschäfte usw. mit Kurzbeschreibung und Bildmaterial hier... eingepflegt.





Die Zeit vergeht wie im Flug! Ein kleiner Rückblick auf den Trachtenfestzug im Juli 2004 beim Kiliani-Volksfest in Würzburg






Aktuelle Zahlen und Graphiken zu unseren Besucherstatistiken aus Dezember und aus 2020 und sind hier... hinterlegt



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