Unser Verein möchte die Bevölkerung von Niedernberg durch Vorträge, Führungen und Ausstellungen für die örtliche Geschichte sensibilisieren. Wir möchten das Bewusstsein zur Heimat wecken und fördern. Für Interessierte haben wir in unseren Räumlichkeiten in der Sandsteinschule eine  volkstümliche Sammlung mit historischen Gegenständen aus Niedernberg zusammengetragen.


                                                              
    
                                                                                                                        Termine aktualisiert am 26.01.2021

Was war vor 65 Jahren?


Mit Vertrag vom 21. Februar 1956 vereinbarten die Gemeinde Niedernberg und die Fa. Theodor Grimm die Ausbeutung von Sand und Kies der gemeindeeigenen Grundstücke am Hohen Sand. Damit begann der großflächige Abbau von Sand und Kies in der südlichen Gemarkung. Als erstes wurde das Gebiet des ehemaligen Badesees ausgebeutet, dann der See, an dem sich heute das Seehotel und der Honisch-Beach befinden, danach der „Silbersee“ westlich der Kreisstraße. 1971 kaufte die Fa. Fritz Weber die Firma Grimm (Miltenberger Industriewerk).  Im Niedernberger Volksmund blieb es aber der „Kiesgrimm“. Ende der 1990er Jahre wurde der Abbau von Sand und Kies eingestellt und mit dem Rückbau der Betriebsanlagen begonnen. Der Rückbau fand seinen Abschluss im Jahr 2005 mit der Demontage des auf dem Betriebsgelände stehenden Turms mit den Förderbändern. Von diesem Turm aus lief ein Förderband bis zum Main, wo Sand und Kies auf Schiffe verladen wurde. Es wurde auch viel mit LKWs transportiert. Dafür befand sich auf dem Werksgelände eine LKW-Waage mit einem kleinen Bürogebäude. Auch ein kleiner Kiosk fand sich auf dem Betriebsgelände. Nach Abschluss der Rekultivierung des gesamten Geländes wurde dieses 2006 an die Gemeinde Niedernberg zurückgegeben.

(Auszug aus Gemeindeakten, weitere Aufzeichnungen und mündliche Überlieferung)  weitere Infos und Bilder hier...


Was war vor 145 Jahren?

1876 wurde der Bahnhof in Sulzbach gebaut. Hierbei mussten die letzten Mauerreste der etwas nördlich gelegenen ehemaligen St. Margarethenkirche von Ruchelnheim (1552 im Markgräflerkrieg eingegangen) den Bahnanlagen weichen. Zu dieser alten Mutterkirche hatten die Niedernberger ein althergebrachtes Wegerecht, das von der Fähranlegestelle bis zur Kirche führte. Durch die Aufschüttung des Bahndammes wurde dieser alte Weg unterbrochen. Nach langwierigen Verhandlungen kam 1896/97 der jetzige Weg zum Bahnhof zustande.

Der Bahndamm bzw. die Gleise verlaufen ein Stück weit über die Niedernberger Gemarkung „Schwindenrain“. Auch das ehemalige Bahnwärterhäuschen stand auf Niedernberger Gebiet (etwas nördlich der Schrankenanlage). Der Bahnbedienstete hatte den Schrankendienst zu versehen, d.h. öffnen und schließen der Schranken.

(Heimatbuch Seite 301)      ... siehe auch unsere Seite "Gemarktung Schwindenrain und Bahnhof" mit einer großen Übersichtskarte sowie vielen aktuellen und historischen Bildern zu diesem Thema.



Was war vor 60 Jahren?

     

Die Bilder sind per Mausklick vergrößerbar. An gekennzeichneter Stelle stand bis 1962 das Armenhaus.

1961 wurde das Armenhaus, Anwesen Hirtengasse 4, wegen Baufälligkeit von der Gemeinde zum Verkauf angeboten (Abbruch 1962/63). Das Haus (im hinteren Bereich des Grundstücks) und die Zufahrt bzw. Hof lagen im Bereich der heutigen Anwesen Hirtengasse 2 und 6. Heute befindet sich der Hof von Anwesen Nr. 2 bzw. das Wohnhaus Hirtengasse 6 an dieser Stelle. Siehe aktuelle Bilder. Im Armenhaus fanden in Not geratene Niedernberger eine Bleibe. Vom Armenfonds wurden die Bedürftigen mit dem Notwendigsten versorgt. Den Grundstock zur Gründung dieses Fonds legte Pfarrer Gerlach im Jahr 1782. Er bedachte die Armen des Ortes in seinem Testament mit 600 Gulden. Das Armenhaus diente vorher als Hirtenhaus, ebenso das früher daneben stehende Haus (bereits 1845 abgebrochen). Hier wohnten früher die Kuh- und Schweinehirten; daher der Name „Hirtengasse“.

(Heimatbuch Seite 258 und 403 sowie Amtsblatt 23/1961) 


Aus der Serie Niedernberger Persönlichkeiten, welche einen hohen Bekanntheitsgrad erreichten: Fritz Morczinczyk


Was war vor 595 Jahren?

Preistafel aus dem Jahre 1901

Die Mainüberfahrt in Niedernberg bestand nachweislich schon in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. In Urkunden von 1426 werden bereits die alte Fahrgasse und der „Schelch“ an der oberen Pforte genannt.

Die Fährverbindungen waren oftmals im Verlauf vorgeschichtlicher Handelswege an Furten angelegt worden. Die Fährverbindung zwischen Niedernberg und Sulzbach diente über Jahrhunderte  dem Personen- und Güteraustausch zwischen dem Bachgau und den Spessartorten, von dort war Anschluss an weitere alte Handelswege. Nach dem 30-jährigen Krieg verlieh 1685 das Vizedomamt Aschaffenburg das Fährrecht hier in Niedernberg an Johann Reinhard. Das Fährrecht  blieb nicht für immer in einer Hand; es wurde durch Vererbung oder Verkauf zu verschiedenen Anteilen an mehrere Personen weitergegeben.

(Heimatbuch Seite 288 – 293)   

Weitere Infos sowie eine große Anzahl von historischen und aktuellen Bildern kann man hier.. einsehen.

 

Historische Ansichtskarten aus der Region

In unser Rubrik Ansichtskarten findet man neben Niedernberg, A'burg und Miltenberg weitere Postkarten aus der Region


Was war vor 60 Jahren?

Am 20. Januar 1961 eröffnete Rosel Wenzel ihr Spar-Geschäft in der Hintermauer 7.

Zunächst war es ein kleinerer Laden im Erdgeschoss des ursprünglichen Wohnhauses. Nach einigen Jahren zog das Geschäft in den neu errichteten großen Anbau, wo ausreichend Fläche für das vielfältige Angebot vorhanden war. Neben dem großen Lebensmittelsortiment gab es ein Regal mit Gemüse und Obst. An der Wurst- und Käsetheke bekam man die gewünschte Menge frisch aufgeschnitten. Hier konnte auch Frischmilch mittels einer Pumpe in ein mitgebrachtes Gefäß gefüllt werden. Auch weitere Artikel für den täglichen Gebrauch wurden angeboten. Später kam ein Raum mit Schreibwaren und Zeitschriften hinzu. Hier hatte später  Ilse Sacher einige Zeit ihre Lotto-Annahmestelle. Rosel Wenzel führte ihr Geschäft bis Mitte der 1980er Jahre. Das Spargeschäft wurde kurze Zeit von einem Nachfolger weitergeführt. Anschließend eröffnete dort Frau Brödner ein Handarbeitsgeschäft. Heute sind die Geschäftsräume zur Wohnung umgebaut.

(mündliche Überlieferung)   Weitere Infos und Fotos siehe hier...


Was war vor 145 Jahren?


Seit dem 1. Januar 1876 werden die Personenstandsregister für Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle von den Standesämtern geführt. Bis zu diesem Zeitpunkt war dies Aufgabe der Pfarrämter. (Quelle: Gemeindearchiv)

Foto: Hochzeitsfoto vom Brautpaar Jakob und Maria Hans aus dem Jahre 1886 (Foto-Atellier M.Wacker / Aschaffenburg) . Es ist zugleich das älteste Foto aus dem Niedernberger Buch "Brautpaare im Wandel der Zeit" von Albert Wagner. Geheiratet wurde damals bereits seit 10 Jahren auf dem Standesamt.

 

Niedernberger Persönlichkeiten, welche einen hohen Bekanntheitsgrad im Ort erreichten

In unserem Wochenrätsel gilt es nun seit Januar 2021 besondere Niedernberger Persönlichkeiten, welche in der Öffentlichkeit standen oder einen hohen Bekanntheitsgrad erreichten, sowie historische Ladengeschäfte, Firmen, Salons, Praxen, Wirtshäuser, Handwerksbetriebe etc. zu erraten. Nach Auflösung der jeweiligen Rätsel werden diese Personen und deren Tätigkeiten, Dienstleistungen, Geschäfte usw. mit Kurzbeschreibung und Bildmaterial hier... eingepflegt.






Die Zeit vergeht wie im Flug! Ein kleiner Rückblick auf den Trachtenfestzug im Juli 2004 beim Kiliani-Volksfest in Würzburg






Aktuelle Zahlen und Graphiken zu unseren Besucherstatistiken aus Dezember und aus 2020 und sind hier... hinterlegt



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